Erneuerbare Energien in der Landschaft
Am 08.07.2024 fand der zweite Teil der Vortragsreihe des Werkbund Bayern zum Thema „Erneuerbare Energien in der Landschaft“ in Zusammenarbeit mit der Solar for Schools Bildung gGmbH statt. In der Montagsrunde wurde insbesondere der Einsatz von Photovoltaik zur Nutzung regenerativer Energiequellen in der Landschaft thematisiert. Es wurde diskutiert, wie sich die gewohnten Landschaftsbilder künftig in weiten Bereichen auch als „Energie-Landschaften“ prägen könnten.
Die Vizepräsidentin des bdla, Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen, Frau Dipl. Ing. Gudrun Rentsch, erläuterte, wie dieser Prozess hinsichtlich des Landschaftsbildes und der Integration in bestehende Nutzungsstrukturen gesteuert werden kann. Ihre langjährige Erfahrung mit der Integration von PV-Anlagen in die Landschaft und dem Ausgleich unterschiedlicher Nutzungsansprüche zeigte, dass auch in der Gestaltung von Landschaft großräumig neue Impulse gesetzt werden können.
Dr. Bernhard Gruber, Prokurist des Hallertauer Handelshauses, stellte ein Beispiel für eine Agri-Photovoltaik-Anlage vor. Das Projekt „Hopfen-PV“ wird seit mehreren Jahren vom Fraunhofer Institut unterstützt und wissenschaftlich begleitet. Ziel des Projektes ist es, mit Photovoltaik-Paneelen über den Hopfengärten diese vor Hagel und übermäßiger Sonneneinstrahlung zu schützen sowie die durch den Klimawandel bedingten Ertragseinbußen durch die Erträge der Photovoltaikanlage auszugleichen. Nach der Installation der Anlage im vergangenen Jahr konnte er erste Ergebnisse präsentieren.
In Kooperation mit der Solar for Schools Bildung gGmbH thematisierte der Werkbund Bayern in seiner Vortragsreihe und den stattfindenden Workshops die vielfältigen Aspekte erneuerbarer Energien und ihre Bedeutung für Stadt und Landschaft.